Studien
28.06.06
Kurzstudie Graumarkthandel
Graumarkt 2006: Schaden fast so hoch wie durch Markenpiraterie
Auf durchschnittlich 15 Millionen Euro jährlich schätzen Hersteller den Schaden, der ihnen durch Graumarkt-Handel entsteht. Er liegt damit nur knapp unter dem durchschnittlichen Schaden durch Produktfälschungen von gut 16 Millionen Euro pro Jahr. Nicht enthalten in diesem Wert: Die Image-Probleme, die die plötzlichen Discount-Preise und der Verkauf bei nichtautorisierten Händlern mit sich bringt. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Graumarkthandel 2006“ der Hamburger Unternehmensberatung MSU Consulting GmbH. Über 60 Prozent der Unternehmen rechnen damit, dass der Handel mit Grauware weiter wächst, bei Fälschungen prognostizieren nur gut 40 Prozent von ihnen einen Anstieg. Allerdings: Das Graumarkt-Problem ist häufig hausgemacht. Die Unternehmen selbst schaffen die Anreize für Abzocker – zu umsatzgläubig sind sie bisher, zu willkürlich sind ihre Preis- und Konditionensysteme. Dabei spielt besonders der Preis eine Schlüsselrolle, wie die Studie zeigt. So lohnt sich nach Unternehmensangaben für die Händler das Verschieben von Waren erst ab einem Preisunterschied von etwa fünf Prozent. Darunter sind die Arbitrage-Kosten zu hoch. Und auch der Endkunde greift nur zu, wenn die angebotene Ware gleichzeitig günstiger als gewohnt und risikoarm ist. Erklärungsbedürftige und teure Produkte werden erst gekauft, wenn der Preisunterschied mindestens 20 Prozent beträgt, erklärten die an der Befragung beteiligten Unternehmen.
Weitere Informationen zu diesem Ansatz und zur Graumarkt-Studie erhalten Sie bei MSU Consulting Hamburg.
Kurzstudie Graumarkthandel
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Thomas Clausnitzer
Partner
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